Morgen geht es los – nach fast einem dreiviertel Jahr ohne „richtigen“ Urlaub, nähert sich der erste Trip des Jahres nun unweigerlich.
Die letzten Tage waren wie immer natürlich wild – auch wenn inzwischen extrem viel Routine da ist. Ausrüstungsliste vom Vorjahr aus Excel kopiert (wo auch sonst), einige Anpassungen vorgenommen (etwas mehr warme Kleidung) und dann sukzessive das Zeug zusammensuchen, waschen und gleichzeitig noch fünfzig Pakete mit neuem Sachen bekommen. Technik, Kleidung, Packsäcke, etc. Dieses Jahr geht tatsächlich eine ganze Menge Neues auf die Wanderung, teilweise einfach auch dadurch bedingt, dass die vorhandenen Jacken und Hosen einfach zu groß sind.
Inzwischen hat fast alles seinen Platz im Rucksack gefunden und mit gut 11kg sieht es bisher gut aus – allerdings kommt da noch bissel Hygienezeugs, Essen und Technik rein, sowie 2,5l Wasser. Werden dann vielleicht 15-16kg, die aber völlig okay sind. Dürfte der leichteste Rucksack der letzten Jahre sein.
Morgen geht es dann von Mittenwald per Zug bis nach Sterzing, kurze Übernachtung im Hotel und dann am Samstag morgen noch mit dem Bus bis nach Ridnaun. Hier sollte ich dann gegen halb 10 meine Wanderung starten.
Insbesondere im zweiten Teil steht der Ortler im Fokus, auch wenn dieser sicherlich schon sehr früh zu sehen sein wird. Mit seinen fast 4000 Metern Höhe ist er der höchste Berg Südtirols und wird von zahlreichen Gletschern umgegeben.
Das Ende habe ich mir aktuell noch offen gehalten und entscheide dann vor Ort, wie und wo ich die letzten Tage verbringe. Das ganze Gebiet lässt einen wahnsinnig viele Möglichkeiten mit diversen Höhenwegen und Hütten, die mich sehr ansprechen.
In den vergangenen Tagen habe ich auch mit einigen Hütten Kontakt gehabt und mich über die Schneelage informiert – und es sieht sehr gut aus. Das erste Wochenende wird also definitiv schon klappen, auch wenn der Altschnee noch nicht komplett weg ist, ist alles begehbar. Dazu wird grandioses Sommerwetter erwartet, die Null-Grad-Grenze steigt auf 4000 Meter und damit wird die Schneeschmelze in den Bergen verstärkt stattfinden. Das Madritschjoch auf 3.125 Metern Höhe, welches ich in der zweiten Woche überqueren will, ist aktuell noch richtig weiß, aber selbst da weisen Fußspuren (gesehen via Webcam) darauf hin, dass es schon begehbar ist. Ansonsten werde ich mich natürlich auch jeden Tag mit den Hüttenleuten abstimmen, ob alles machbar ist – und wenn nicht, dann wird eben improvisiert und Alternativen ausgelotet.
In diesem Sinne – wir lesen uns aus Italien.