Es ist dieser wirre Kampf, der sich am Morgen abspielt. Schuhe und Socken sind nicht feucht, der Kopf noch von gestern belastet. Dagegen geben die Beine grünes Licht für weiteren Auslauf. Was nun? Heute hätte eine gut achtstündige Etappe auf dem Speiseplan gestanden. Und ich merke morgens – ich bin mental nicht bereit dafür.
Also entscheide ich mich für einen kleinen Transfer. Mit Bus geht es nach Jaca und von dort weiter nach Sallent de Gallego, wo die Etappe sonst auch geendet hätte. Nur eben deutlich einfacher. Zwischendurch nutze ich beim Aufenthalt in Jaca die Zeit und besichtige die alte Zitadelle. Soweit ganz nett, kann man sich mal anschauen.


Nach der Fahrt ins schöne Sallent de Gallego treffe ich mich mit Tini, der Belgierin von vor einigen Tagen. Sie hatte heute einen Ruhetag eingelegt und will nun morgen wieder ins Gebirge rein und dort zelten. Und da treffen wir die Entscheidung, dass wir die kommenden Tage gemeinsam angehen werden. Für mich ist das dann auch mit die beste Option, da ich so auf den nun folgenden alpinen Abschnitten Begleitung habe und nicht allein in völligen Nirgendwo campieren muss. Ich bin gespannt, was die kommenden Tage bringen.

